Emil Radochla

 

       
 
Musiker und Soldat in Quedlinburg  von 1909 – 1928

 

 

geb.: 31.08.1867 in Königsbrück - Königreich Sachsen

 
       
  • 1881 – 1885  musikalische Ausbildung in Pirna
  • 1885 - 1887  „Militärkapellmeister-Aspirantenschule am Conservatorium für alle Fächer der Musik“ in Berlin
  • Ausbildung als Dirigent: Instrumente Violine, Trompete
  • 1887 – 1894  Hoboist (Musiker in der preussischen Infant.) Königin Augusta-Garde-Grenadier- Regiment Nr. 4 und im 1. Hannoverschen Infanterie-Regiment Nr.74
  • Als Stabshoboist (Militär-Kapellmeister) ging er nach Straßburg im Elsaß um seine erste Stelle anzutreten.
  • 1897 Neuaufstellung der Regimentsmusik des „5. Hannoverschen Infanterie-Regimentes Nr. 165“  in Goslar
  • 1908  Ernennung zum Obermusikmeister
  • 1909 kam er mit der Verlegung des 1. und 3. Bataillons des IR 165 und des Musikkorps nach Quedlinburg

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  Auftreten von Richard Strauss als Gastdirigent in einem Konzert im Kaiserhof am 23.10.1910!
Im Gästebuch bedankt er sich:
 
     
  „Herrn E. Radochla in aufrichtiger Wertschätzung u. Dankbarkeit für das glänzende Conzent am 23. Oktober 1910.  Dr. R. Strauss“  
     

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  • 1912 Mitgliedschaft in der Johannis-Loge  „Zur goldenen Waage“ und Einzug in das neu errichtete Haus in der Julius-Wolff-Str. 7
  • 1912/1913 Konzertzyklus – wieder mit einem prominenten Gastdirigenten – Siegfried Wagner, er stand am Pult und dirigierte u.a. Werke von Franz List und seinem Vater Richard Wagner
  • 1916 Verleihung des Titels   „Königlicher Musikdirektor“
  • Nach dem I. WK wurde die Quedlinburger Musikkapelle im Gegensatz zu vielen anderen Musikkorps nicht aufgelöst.
  • 1917 „Aufführung internationaler Musik“ Konzert in Carvin südl. von Lille – Nordfrankreich. Hier wurden auch ausdrücklich Werke von Komponisten der Kriegsgegner gespielt – nämlich russischer, französischer, englischer und amerikanischer Nationalität.
  • 1918  Erkrankung verbunden mit einem Gehörsturz  -  „Bisher im Besitz eines sensiblen von Gott begnadeten Gehörs mich befindend, um das mich hervorragende Musiker wie Dr. R. Strauss, Siegfr. Wagner beneideten, ...  trifft mich die Feststellung dieses schrecklichen Gehörleidens furchtbar schwer.“

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Der Ertrag vieler Konzerte war zu Gunsten der Hinterbliebenen von gefallenen Unteroffizieren und Mannschaften des Infanterie-Regimentes Nr. 165 bestimmt.

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  • 1919 Nachkriegszeit:  Von vormals 40 – 50 Musikern in der Vorkriegszeit waren es jetzt nur noch ca. 25, somit waren die musikalischen Möglichkeiten beschränkt.
  • Verstärkt wurde die Kapelle bei Konzerten mit Musikern der „Reichswehr-Kapelle II/12“
  • 1920/1921 kurzzeitige Namensänderung in  „Musikkorps des I. Bataillons Reichswehr-Schützenregiment Nr. 7“  und dann Umbenennung in:  „Reichswehr-Musikkorps des II. Bataillons Infanterie-Regiment Nr. 12„
  • 1923  Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage durch die Inflation fanden keine Konzerte statt.
  • 1924  Die Konzerttätigkeit flammte wieder auf:
  • März – April   3 große Konzerte im Kaiserhof
  • 01.07.  Konzert zur Klopstockfeier
  • 27.07. Denkmaleinweihung für die Gefallenen des IR 165
  • 27.11.1926    Einweihung der neuen Bahnhofsbrücke
  • 16.06.1927  Eröffnung des Verkehrsluftlandeplatzes
  • März – April 1927  3 große Konzerte anlässlich des 100-jährigen  Todestages von Ludwig van Beethoven
  • 1926, 1927 und 1928  Militärische Massenkonzerte mit dem großen Zapfenstreich unter Leitung Radochlas auf dem Hof der Infanterie-Kaserne. 4 Musikkorps mit 100  bis 120 Musikern

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Im Konzert am 01.09.1928 trat Emil Radochla das letzte Mal vor seinem Tode  (28.09.1928) öffentlich auf.

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Quellen:  Quedlinburger Annalen von 2008 (Beitrag von Herrn Volker Fritsch)